19.09.08: Ein rumänischer Witz

Die Rückkehr nach unserer schönen Reise mit Halt am Neusiedlersee in den Alltag war streng. Der Besuch von Max Schweizer führte kurzerhand zu folgenden definitiven Entscheidungen: Verena wird die Geschäftsführung des Restaurants (SC Pisica Neagra SRL) definitiv alleine übernehmen, ich wegen der überraschenden Kündigung des bisherigen Geschäftsführers die der Hausverwaltung (SC Gastromax SRL). Der Papierkram, als wäre unser Wohnsitzwechsel noch nicht genug, verdoppelt sich nun mit den Handelsregistereintragungen noch.

Zu unseren Gästen, leider sind sie schon abgereist: Im Rumänischen Sprachgebrauch bleiben ich und das Ehepaar Fahrer auf weiteres über eine besondere Bekanntschaftsbeziehung verbunden: Sie sind nämlich von nun an meine “fini”, was soviel heisst wie Patenkinder oder im hiesigen Fall Trauungskinder. Zu Philipp sag ich also beim nächsten Treffen: Ce mai faci fin meu? oder zu Eliane: Ce mai faci fina mea? Wie gehts dir, mein Trauknabe, Traumädchen. Schön, oder?

Jedenfalls haben meine Traukinder auf der Rückreise einiges erlebt: Zuerst eine rumänische Verkehrkontrolle, die nach dem internationalen Versicherungspapier (auch bekannt als “grüne Karte”) gefragt hat. Natürlich hat das Papierchen gefehlt und die beiden wurden zu einer Busse von 3000 Lei (ca. 1300SFr) verdonnert. Ein Telefonat mit uns und unserem Freund Horatio hat den Polizisten milde stimmen können: 150 Sfr! Am nächsten Tag in Östereich geraten sie in den toten Winkel eines PkW-Chauffeurs mit Überholabsichten. Der Unfall verläuft glimpflich, zum Glück nur Blech- und Glasschaden, obwohl sich das kollisionsverursachnde Fahrzeug überschlagen haben soll. Zu guter letzt lassen sich meine Traukinder bei Burgdorf mit 135 Sachen abfotografieren. Bei einer solchen Anhäufung von “Missgeschicken” kommt mir ein rumänischer Witz (zur Auflockerung) in den Sinn:

Fährt ein Dacia 1310 (die haben fin meu Philipp besonders gefallen) die Strada Ocnei runter und wird von einem Polizisten angehalten. “Sie sind der tausenste Chauffeur heute und das Polizeidepartement schenkt ihnen 1000 Lei, mein Herr.” “Che Noroc, welch ein Glück, vielen Dank!” “Was werden Sie mit dem Geld anstellen?” “Ich werde mir endlich die Fahrprüfung leisten können.” Die Beifahrerin interveniert: “Herr Polizeioffizier, bitte, glauben Sie ihm kein Wort. Er redet immer nur dummes Zeug, wenn er besoffen ist!” Im Fond eine ältere Dame:”Junge, ich habe dir doch gesagt, mit einem geklauten Wagen kommen wir nicht weit!” Endlich hört der Polizist ein Klopfen im Kofferraum. Eine Stimme ruft: “Sind wir schon über die Grenze?”

Hier noch ein paar Bilder von unserer Reise durch Rumänien. Schleunis haben das Glück von fin meu vielleicht noch einige mehr vorgeführt zu bekommen. Viel Vergnügen!

This entry was posted on Freitag, September 19th, 2008 at 6:10 pm and is filed under Highlights. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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