27/28.07.08: Zurück ins Mittelalter

Mit unseren Besuchern machen wir uns auf die Spuren alter Zeiten: Unser Weg führt durchs Harbachtal nach Schässburg ans Mittelalter-Fest und weiter nach Kronstadt, wo wir übernachten. Dann gehts via Schloss Bran, allen Dracula-Fans ein Begriff, gemütlich zurück nach Haus. Den ersten Halt machen wir spontan bei der Kirchenburg in Apold (Trappold). Die Burg wird momentan von deutschen Bewohnern in Stand gestellt. Das Projekt erstreckt sich wahrscheinlich über Jahre, vor allem weil die Meiste Arbeit gegen Kost und Logis erbracht wird und keine effektive Bau- und Ressourcenplanung vorgenommen werden kann. Im Moment ist die Orgel zerlegt und die Zifferblätter der Turmuhr stehen zur wiedermontage bereit. Das Uhrwerk ist noch nicht revidiert. In Siebenbürgen ist das Handwerk des Orgelbaus recht verbreitet und kann auch noch erlernt werden. Ich bin dafür zu wenig musikalisch!

Schässburg mit seinen Festaktivitäten ist mir etwas zu lebendig, ich verdrück mich mit Verena in ein Strassenkaffee, während Tin und Steffi dem Treiben folgen. Nach Viscri (Deutschweisskirch) führt nur eine Offroadstrasse, aber die Reise lohnt sich. Dieses Dorf hat eine spezielle Geschichte, die ich euch zu einem anderem Zeitpunkt erläutern werde. Prince Charles war auf jeden Fall auch schon da und hat sich offenbar sehr angetan gefühlt. Wir haben auch da die wunderbare Kirchenburg mit Museum besucht. Den höchsten Turm besteigt man direkt durch das Kirchenschiff. A propos Kirchenschiff: Die Sitzordnung von früher wurde beibehalten, die jungen Mädchen sitzen unten und die Jungs auf der Balustrade. Kinder und Mütter sind in einer separaten Ecke, die Männer sitzen entlang den Mauern.

Nach Brasov (Kronstadt) ist es nicht mehr weit, der Schriftzug am Karpatenfels ist nach einer halben Stunde Fahrt schon zu sehen. Verena und ich kennen die Stadt schon von unserer Fahrradtour her und so kommen wir schnell zu Betten und Kost. Am nächsten Tag fahren wir nach Bran. Beim Schloss Bran, wo Graf Dracula (Vlad Tepes) soll verweilt sein ist von ebendem und seinem Nachlass keine Spur! Naja, das Schloss ist sehr gut besucht und auch gut ausgebaut und eingerichtet, aber irgendwie die Reise doch nicht so recht Wert.

Kurz und intensiv war unsere Reise zurück ins Mittelalter. Mit einem Bad in einem Bach, ettlichen Kaffee- und Glacéhalten sind wir in der Gegenwart wieder angekommen.

This entry was posted on Samstag, August 2nd, 2008 at 9:43 pm and is filed under Highlights. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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