3. April 2010: From Sibiu to Vinzel
Seit September haben wir unser Tagebuch nicht nachgeführt. Wir haben so einiges erlebt und ich will die harte Zeit im Zeitraffer für euch passieren lassen: Die Rückkehr von Rumänien hat sich noch etwas hingezogen, weil wir doch noch ein paar offizielle Papiere für die Behörden abzuschliessen hatte. Meine schwester Katharina kam mit ihrem Freund Markus und dem Kleinbus der Band Aextra (einmal mehr von Autohaus Stettler günstig zum Mieten gekriegt, ganz herzlichen Dank Bruno!) auf eine einwöchige Rumänienreise. Wir haben den beiden noch kurz “unsere Stadt” gezeigt, dann haben wir den Minibus bis unters Dach vollgeladen und sind schon losgefahren, während Markus und Katahrina noch mit dem Dacia durchs Land zogen. Als wir aus der Schweiz nach Rumänien zogen, waren wir voller Hoffnungen und Zuversicht in ein uns kaum bekanntes Land und in eine unsichere Zukunft gefahren. Jetzt waren wir unterwegs in ein wohlbekanntes Land, aber in eine ebenso ungewisse Zukunft, denn wir hatten ja noch keine Jobs gefunden. Vai UnterMietService konnte Verena eine bezahlbare Übergangswohnung in Allmendingen bei Bern mieten. Dass wir in einem so einfach aber wunderschön ausgebauten Haus eine Bleibe gefunden haben, hat uns in der schwierigen Zeit sicher viel erleichtert und wir waren da auch ganz in der Nähe zu unseren Familienangehörigen und alten Freunden. Gegen Weihnachten, wir hatten negativen RAV-Entscheid und die Wohnung sollte im Januar auch wieder an eine Festmieterin übergehen, hatte wir das Tief wirklich erreicht. Ich hatte mich inzwischen bei verschiedenen Firmen vorgestellt, mein Auslandaufenthalt wurde zum Glück nie negativ bewertet. Es standen zwei Stellen, eine in Rheinfelden, die andere in Genf zum greiffen nah und wir mussten entscheiden, wegen unserer zukünftigen Wohnung. Am 20. Dezember kam der positive Entscheid von Genf und wir machten uns effektiv über die Weihnachtstage auf Wohnungssuche! Doch die Stadt Genf erwies sich als unfreundlicher Wirt: die Mieten sind ungeheurlich im Vergleich zum Bernbiet. Beim dritten oder vierten Anlauf haben wir uns dann aufs Waadtland konzentriert und haben es dann mit Ach und Krach hinbiegen können, dass wir exakt aufs Wochenende vor Arbeitsbeginn in unsere Bleibe in einer ehemaligen Kapelle im Vinzerdorf Vinzel haben einziehen können. Ich habe mich inzwischen wieder an den Ingenieur-arbeitstag gewöhnt und finde mich auch mit dem französisch besser zurecht als anfänglich. Bei Qualimatest sitze ich aber nicht am CAD. Ich bin Projektleiter und organisiere als solcher den reibungslosen Ablauf und die kundengetreue Erfüllung meiner Projekte. Dabei handelt es sich um Vision Systeme (Kamera, PC, Bildverarbeitungssoftware) meist zur Überwachung und Qualitätskontrolle von Produktionslinien.
April 2nd, 2010 at 9:01 pm
dann erzähl mal!